Geschrieben von: Dr. Delventhal
Die wassergefilterte Infrarot-A Strahlung (WIRA) ist eine der Natur nachempfundene Wärmestrahlung. In unseren gemäßigten Breiten wird durch den Wasserdampf der Erdatmosphäre die Sonnenstrahlung gefiltert. Wir empfinden sie als wohlig wärmend, weil die hautbelastenden Strahlungsanteile (Infrarot B und C und die Wasserbanden innerhalb des Infrarot A)) dadurch adsorbiert werden. In der Wüste z. B. fehlt dieser Wasserdampffilter und die Wärme wird als stechend und brennend empfunden wie bei den üblichen Rotlichtlampen.
Bei WIRA wird der schützende Filtereffekt ausgenutzt, um eine tiefe, als angenehm empfundene Gewebeerwärmung bei reduzierter Wärmebelastung der Haut zu erreichen.
Die Durchblutung in den feinsten Blutgefäßen wird erhöht, der Stoffwechsel angeregt, der Sauerstoffgehalt im Blut erhöht und Energie in den Zellen bereitgestellt. Der positive Effekt von WIRA wird bei folgenden Indikationen mit gutem Erfolg ausgenutzt:
Die Bestrahlungszeit beträgt 30 Minuten und muss mehrmals wiederholt werden. Zwischenzeitlich wird eine hornhauterweichende Behandlung durchgeführt. Es kommt zu einer völlig schmerzlosen Rückbildung der Warzen
Bild mit freundlicher Genehmigung von
Shire Deutschland GmbH & Co. KG (www.shire.com)
Das Wort „Keratose“ bedeutet soviel wie „Verhornungsstörung“. Die Worte „solar“ (durch Sonne) und „aktinisch“ (durch Strahlung) weisen auf die Ursache hin. Es handelt sich also um Verhornungsstörungen der Haut, die durch Sonne oder Strahlung verursacht werden. Deshalb treten diese nur an Körperstellen auf, die häufig der Sonne ausgesetzt sind.
Wenn Sie in diesen Bereichen raue Stellen fühlen, die sich durch Eincremen nicht glätten lassen, stellen Sie sich unbedingt bei einem Hautarzt vor! Diese Keratosen sind nicht bösartig!
Da sie aber in ca. 10% der Fälle im Verlauf von Jahren in einen Hautkrebs übergehen können, ist eine Behandlung empfehlenswert.
Die Behandlung kann operativ, mit Kältechirurgie, Fräse oder Cremes, sog. Chemo-therapeutica oder Immunmodulatoren oder auch mit dem Laser erfolgen.
Dabei kann es, je nach Methode, zu Narbenbildungen oder bleibender Hell- oder Dunkelverfärbung der Haut kommen. Bei diffus verteilten Keratosen, wie sie häufig im Gesicht oder im Glatzenbereich vorkommen, stellt die Photodynamische Therapie die Methode der Wahl dar.
Hierbei wird der ursprüngliche Zustand der Haut komplett wieder hergestellt.
Die photodynamische Therapie ist eine neue, moderne Behandlungsform, die zu hervorragenden Ergebnissen führt.
Die Keratosen (Schaubild) werden mit einer speziellen Creme lichtempfindlich gemacht und dann mit einer darauf abgestimmten Lichtquelle bestrahlt. Dadurch werden die erkrankten Hautzellen zerstört, was ein leichtes Missempfinden bis hin zu einem leichten Schmerz hervorrufen kann. Danach kommt es zur Bildung von Krusten, die in der Regel innerhalb von 3 Wochen abheilen. Bei dieser Behandlung werden weder elastische Fasern noch Kollagen zerstört, so dass der ursprüngliche Zustand der Haut wieder vollständig hergestellt wird.
In Abhängigkeit vom Gerätetyp variieren Bestrahlungszeit und Anzahl der notwendigen Behandlungen.
Bei dem von mir verwendeten Gerätetyp ist eine einmalige Behandlung mit einer Bestrahlungszeit von 4 bis 12 Minuten meistens ausreichend. In einigen Fällen muss die Behandlung nach vier Wochen wiederholt werden.
In der ersten Sitzung werden überschüssige Schuppen durch vorsichtiges Schaben entfernt, danach wird die lichtsensibilisierende Creme aufgetragen.
Anschließend werden die behandelten Stellen für mindestens 3 Stunden mit Folie und einem lichtdichtem Material abgedeckt. Neuerdings sind auch mit der Salbe präparierte Pflaster auf dem Markt, die es bei Einzelläsionen ermöglichen, dass der Patient 3 Stunden vor der Behandlung sich das Pflaster selber aufklebt. Für eine Behandlung im Glatzenbereich empfiehlt es sich, einen Hut oder eine Mütze mitzubringen.
Da die Lichtempfindlichkeit 24-36 Stunden anhält, wird für diese Zeit noch das Meiden der Sonne oder Lichtschutz bzw. Abdeckung empfohlen.
Nach ca. 4 Wochen sind die sich nach der Bestrahlung bildenden Krusten abgeheilt, und das ursprüngliche Hautbild ist wieder hergestellt.
Jährliche Kontrolluntersuchungen sind anzuraten.
Durch wassergefilterte Infrarot-A Strahlung (WIRA) mittels einer speziellen Lampe findet ein Wärmetransport in die Tiefe statt, ohne dass die Haut überwärmt wird. Die Durchblutung in den feinsten Blutgefäßen wird erhöht, der Stoffwechsel angeregt, der Sauerstoffgehalt im Blut erhöht und Energie in den Zellen bereitgestellt. Es kommt zu einer schnelleren Epithelisierung (Bildung von Oberhaut) und damit zu einer schnelleren Abheilung.
In den meisten Fällen führt die Behandlung zu einer raschen Schmerzfreiheit.Die Bestrahlungszeit beträgt zuerst 15 später 30 Minuten und muss mehrmals wiederholt werden.