Warzen (Viruswarzen, Stielwarzen, Alterswarzen)

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Warzen:vulgäre Warzen Es gibt Warzen, die durch Viren verursacht werden und andere, die harmlose Neubildungen der Oberhaut sind.

Man unterscheided vulgäre Warzen, plane juvenile Warzen, Dornwarzen, Stielwarzen, Feigwarzen und Alterswarzen.

 

Viruswarzen:

Viruswarzen können in jedem Lebensalter und an jeder Stelle des Körpers auftreten.
Eine geschwächte Abwehr, gestörte oder verminderte Durchblutungsverhältnisse, übermäßiges Schwitzen und feuchtes Milieu begünstigen die Infektion. Warzen können als vorgewölbte Knötchen mit rauer Oberfläche (vulgäre Warzen), fadenförmig (Pinselwarzen), flach erhaben (plane Warzen), beetartig und an den Fußsohlen auch dornartig vorkommen. Dornwarzen entstehen durch den Druck des Körpergewichtes an den Fußsohlen. Sie können bis an die Knochenhaut vordringen und heftige Schmerzen beim Gehen verursachen.
Dellwarzen oder sog. Schwimmbadwarzen (Mollusca contagiosa) werden durch einen anderen Virustyptyp verursacht. Feigwarzen (Condylomata acuminata) entstehen nur an den Stellen, an denen Adam und Eva ihr Feigenblatt getragen haben (Ano-Genitalbereich) und werden durch Schmierinfekion (z.B. feuchte Handtücher, Waschlappen) oder Geschlechtsverkehr übertragen.
Sie sind nach neuesten Erkenntnissen an der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses beteiligt.

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Therapie:

Eine Behandlung, die für jeden Warzentyp geeignet ist oder 100%ige Erfolgschancen garantiert, gibt es nicht.
Es ist wichtig begünstigende Faktoren auszuschalten.
Da ein feuchtes Milieu die Infektion begünstigt, ist von dem Besuch einer Badeanstalt oder Sauna abzuraten, Badeschuhe sind kein ausreichender Infektionsschutz. In Turnhallen sollte nicht barfuß gelaufen werden. Eine übermäßige Schweißbildung (z.B. Schweißfüße) sollte vorrangig behandelt werden. An den Fußsohlen ist eine Druckentlastung der betroffenen Stellen nutzbringend.

Keratolyse:

Bei verhornter Oberfläche ist vor jeder Art der Behandlung eine Erweichung der Hornschicht mit anschließender Abtragung derselben notwendig. Dies geschieht folgendermaßen: 60%iges Salicylpflaster (Guttaplast) wird etwas größer als die Warze zugeschnitten, aufgebracht und dann mit wasserfestem Leukoplast befestigt, so dass man hinterher duschen kann.
Je nach Verhornungsgrad kann dieses Pflaster 2-7 Tage belassen und dann entfernt werden. Anschließend sollte, wenn möglich, ein heißes Fußbad genommen und die dann gut aufgeweichte Warzenoberfläche mit einem Hornhauthobel, Bimstein oder Sonstigem abgetragen oder zumindest eingeebnet werden. Bei Bedarf ist diese Behandlung zu wiederholen.
Bei einigen kleineren oder flacheren Warzen ist es möglich, dass diese Maßnahme alleine zur erfolgreichen Behandlung ausreicht.

Chirurgische und elektrocaustische Behandlung:

In örtlicher Betäubung wird die Warze mit einem scharfen Löffel, Skalpell oder einer Elektroschlinge entfernt. Die Betäubungsspritzen, speziell an den Fußsohlen oder im Fingerkuppenbereich, sind sehr schmerzhaft. Durch die entstehende Wunde kann z.B. das Laufen schmerzhaft eingeschränkt sein und ist eine Infektion möglich.
Da der Erfolg dieser Methode keineswegs garantiert ist und es häufig zu Rezidiven kommt, sollte man sie bei Kindern nicht anwenden und bei Erwachsenen überdenken.

Entfernung mit dem Laser:

Es werden verschiedene Lasertypen verwendet. Hier erfolgt die Entfernung ebenfalls in örtlicher Betäubung , je nach Lasertyp durch Koagulation oder Herausschneiden. Die Risiken und möglichen Nebenwirkungen sind die gleichen wie bei der chirurgischen oder elektrocaustischen Methode.

Kryotherapie:

Hierbei wird mit einem Applikator ein Kühlmittel (Stickstoff, Lachgas oder Dimethylether-Propan-Gemisch) auf die Warze gebracht. Das kann unangenehm bis schmerzhaft sein.
Häufig bildet sich dann unter der Warze eine Blase , die die Warze vom Untergrund abhebt und dann leicht abgetragen werden kann. Im Anschluss erfolgt eine übliche Wundbehandlung (z.B. Puder oder Salbe, Pflaster).

Salben und Tinkturen:

Es gibt zahlreiche Tinkturen, die verschiedene Säuren enthalten und eine Ätzwirkung entfalten.
Als Wirkstoff kann außerdem Dithranol, das Zytostaticum (zellhemmendes Mittel) Fluorouracil oder der Immunmodulator Iquimod sowie Thujaextrakt versucht werden. Als Wirkstoffe können außerdem Dithranol, das Zytostaticum (zellhemmendes Mittel) Fluorouracil oder der Immunmodulator Iquimod sowie Thujaextrakt und Spirulina-Mikroalgenextrakte versucht werden.

WIRA:

WIRA ist eine neue, schmerzfreie Methode , die in der Friedrich-Schiller-Universität in Jena entwickelt wurde. Es ist eine Bestrahlungstherapie mit Tiefenwirkung, die oft erfolgreich ist, aber leider häufig mehrere Sitzungen erforderlich macht.

Hausmittel, Rituale, Suggestivheilungsmethoden:

Sie sind bei Viruswarzen, außer bei Feig-und Dellwarzen, seit Urzeiten sehr beliebt, schmerzfrei, oft wirksam und führen häufig ohne Narbenbildung zur Abheilung. Deshalb ist ein Therapieversuch, vor allen bei Kindern, durchaus gerechtfertigt.
Es scheint dabei keine Rolle zu spielen, auf welche Art und Weise sie angewandt werden, z.B. Besprechen, Schnecken über die Warzen kriechen lassen, mit Wolfsmilch, Löwenzahn- oder Schöllkrautmilch bestreichen, eine Speckschwarte bei Mondlicht im Garten vergraben oder die Warze mit Kreide einreiben.

Impfung:

Eine Impfbehandlung gibt es nur für Feigwarzen (Condylomata acuminata). Da 70% der Gebärmutterhalskrebse bei Frauen auf eine frühere Feigwarzenerkrankung zurückzuführen sind, wird eine Impfung sehr empfohlen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bis zum 17. Lebensjahr.

Warzen, die nicht durch Viren verursacht werden:

Stielwarzen (Fibrome):

Stielwarzen sind völlig harmlose Bindegewebsbildungen, die gestielt, aber manchmal auch breitbasig vor allem im Halsbereich, den Achselhöhlen und bei Frauen auch gerne unter der Brust vorkommen. Die Ursache ist unbekannt, eine erbliche Veranlagung kann in einigen Fällen vermutet werden, eine Vorbeugung ist nicht möglich. Die Entfernung der oft kosmetisch störenden Gebilde, erfolgt bei gestielten Fibromen entweder durch einfaches Abschneiden mit einer bis in die Spitzen durchgeschliffenen Spezialschere, bei breitbasigen durch Abtragen mit der Elektroschlinge in örtlicher Betäubung. Die Abheilung erfolgt über Krustenbildung, wie bei einer bagatellen Schürfwunde.

Warzen:Alterswarze Alterswarzen (seborrhoische Keratosen, Verruca seborrhoica seniles):

Die Ursache ist unbekannt. Familiäre Häufungen kommen vor. Sie können an jeder Körperstelle auftreten, kosmetisch und mechanisch stören und gelegentlich jucken.
Die Farbtöne der Warzen variieren von hautfarben über hellbraun bis dunkelbraun-schwarz. Die Oberfläche ist rau und hat ein gepunztes Aussehen. Sie sind 1 bis ca 25 mm groß und können flach erhaben oder pilzartig ausgeprägt sein.
Die Entfernung erfolgt mittels scharfen Löffels, hochtouriger Fräse oder in örtlicher Betäubung mit der Elektroschlinge.
Sonnenexposition sollte anschließend vermieden werden, da es darunter häufig zu Braunverfärbungen kommt.
Es können aufgehellte bis weißliche Areale zurückbleiben.
Bei dunklen Alterswarzen sollte im Zweifelsfall eine Abgrenzung von dem schwarzen Hautkrebs, dem Melanom, durch einen Hautarzt erfolgen.


Die verwendeten Bilder wurden mit freundlicher Genemigung von der Firma Almirall Hermal verwendetet.



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Dr. Delventhal

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Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Allergologie, Phlebologie, Lymphologie, ambulantes Operieren

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