Wissenswertes zur Liposuktion (Fettabsaugen)
Geschrieben von: Prof. Dr. Schmeller
... die weltweit am häufigsten durchgeführe kosmetische Operation.Wissenswertes zur Liposuktion (Fettabsaugen)
Verfasser: Prof. Dr. Schmeller - Hanse-Klinik in Lübeck1. Behandlungsziel
Mit der Liposuktion lassen sich umschriebene Fettgewebsvermehrungen beseitigen und harmonische Körperproportionen herstellen. Es handelt sich um die heutzutage weltweit am häufigsten durchgeführte kosmetische Operation. In den USA werden jährlich ca. 500 000 und in Deutschland über 150 000 Fettabsaugungen durchgeführt.
Am häufigsten wird Fett aus Oberschenkeln, Hüften und Bauch entfernt; oft werden auch Oberarme, Rumpf und Waden reduziert. Nach der Absaugung entsteht durch die flächige Narbenbildung im Unterhautgewebe eine Gewebestraffung. Faltenbildungen wie z.B. nach extremer Gewichtsabnahme treten daher nicht auf.
2. Diät, Sport, Übergewicht
Bei Sport oder Diät bleibt die Zahl der Fettzellen gleich; es wird nur der Inhalt der einzelnen Zellen reduziert. Daher können diese später wieder an Volumen zunehmen und den ursprünglichen Erfolg zunichte machen. Demgegenüber erfolgt bei der Absaugung eine dauerhafte Entfernung der Fettzellen. Entscheidend ist, dass die Fettabsaugung Verschlankungen an Stellen erreichen kann, die auf Diäten oder Sport nicht ansprechen.
Bei generalisierter Fettleibigkeit oder bei Übergewicht lässt sich ein Teilerfolg erzielen. Die erreichte Formverbesserung, z.B. am Bauch, steigert die Motivation der Betroffenen für eine Lebensumstellung mit Änderung der Eß- und Freizeitgewohnheiten. Eine deutliche Gewichtsabnahme findet allein durch die Absaugung nicht statt.
3. Betäubung und Operation
Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung in Form der Tumeszenz-Lokalanästhesie. Dabei wird das abzusaugende Fett mit einer Betäubungslösung infiltriert und schwillt an (tumescere = anschwellen). Schmerzfreiheit besteht sowohl bei der Operation als auch noch viele Stunden danach.

4. Mögliche Nebenwirkungen
In den ersten Stunden nach dem Eingriff besteht noch ein Nässen der restlichen Betäubungslösung aus den Einstichstellen. Oft bestehen für einige Tage muskelkaterähnliche Beschwerden, kleine Blutergüsse oder mäßige Ödeme; nach ca. 2-4 Wochen treten Gewebeverhärtungen auf, die wieder vollständig verschwinden. Wundinfektionen sind extrem selten.
5. Wahl des Operateurs
Bei Einsatz moderner Techniken in den Händen erfahrener Operateure ist der Eingriff ausgesprochen komplikationsarm. Eine Fettabsaugung sollte daher nur in spezialisierten Zentren durchgeführt werden.
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Dr. Delventhal
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