Gewürzallergie - Gefährliche Weihnachtszeit?

gewuerzallergie 182x182 Äpfel, Nüsse, Mandelkern mögen nicht nur Kinder gern.

Diese häufig verwendeten Zutaten, z.B. im Weihnachtsgebäck, können aber auch gefährlich sein, besonders für Pollenallergiker.

Das liegt an ähnlichen gemeinsamen molekularen Strukturen. Äpfel mit Marzipan, Mandeln, Rosinen, Haselnüsse, Zimt oder Pinienkerne können eine gemütliche weihnachtliche Atmosphäre herbei zaubern, ebenso wie Lebkuchen, Printen, Weihnachtsgebäck, Bratäpfel und Glühwein, deren Duft schon die Stimmung aufhellt und die Vorfreude auf das Fest erhöht.

Die häufigsten hierfür verwandten Gewürze sind Zimt, Anis, Kardamom, Nelken und Koriander, und alle können leider bei Gewürz-oder Pollenallergikern zu Symptomen wie Augentränen, Schnupfen und Luftnot, bis hin zum Kreislaufkollaps führen.

Gewürze wurden schon im Altertum und im Mittelalter als Hausmittel angewendet. Außerdem wird ihnen eine sexuell stimulierende Wirkung nachgesagt, wie z. B. dem Sellerie, der deswegen auch Geilwurz oder Stehsalat genannt wurde. Ingwer soll - laut Koran- dem Paradies entstammen und die geschlechtliche Aktivität steigern, ebenso wie die Samen des Kardamoms, die auch als Hochzeitskügelchen bezeichnet wurden.

Grundsätzlich kann, abhängig von der Menge und Häufigkeit des Genusses oder Kontaktes, gegen jedes Nahrungsmittel eine allergische Reaktion auftreten. Daher ist es nachvollziehbar, dass bestimmte Berufsgruppen wie Bäcker, Küchen- und Restaurantpersonal besonders betroffen sind.

Bei Pollenallergikern, die eine Frühblüherallergie haben, können Reaktionen auf Äpfel, Nüsse und viele Stein- und Kernobstarten auftreten, bei Kräuterallergikern besteht ein Risiko auf eine Kreuzallergie gegenüber vielen Gewürzen. Wenn Sie das Pech haben, zu diesen Gruppen zu gehören, ist es also sinnvoll, gerade in der Weihnachtszeit, besondere Vorsicht walten zu lassen.

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Dr. Delventhal

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