Die vergessenen Kinder von Kisumu (Kenia)

Geschrieben von: Dr. Delventhal (Hamburg, Berne)

Die vergessenen Kinder von Kisumu (Kenia)In diesen Sommerferien habe ich erneut im Rahmen eines Projektes, das sich für hautkranke Kinder in Afrika einsetzt, Professor Schmeller nach Kisumu begleitet. Kisumu ist ein ländlicher Distrikt in Westkenia, in dem die Bevölkerung praktisch keinen Zugang zu einer hautfachärztlichen Versorgung hat.
Hautkrankheiten treten bei den Kindern in Kenia, bedingt durch Superinfektionen und Abwehrschwäche, in einer Ausdehnung und in einem Schweregrad auf, wie wir sie uns in Europa gar nicht vorstellen können.

Update: Großzügige Spende von www.hkp-office-solution.de

 

Diese Kinder haben keine Lobby!

Das Projekt besteht seit 1994 und ist eines der wenigen Projekte in der Dritten Welt, das über einen so langen Zeitraum so erfolgreich arbeitet. Ungewöhnlich an dem Projekt ist auch, dass es mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand nur von Einheimischen geleitet und organisiert wird. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes Hilfe zur Selbsthilfe.
Initiiert wurde das Projekt von Professor Wilfried Schmeller aus Lübeck.
Obwohl Hautkrankheiten an vierter  Stelle der häufigsten Krankheiten in der Dritten Welt stehen, interessieren sie niemanden. Sie sind eben nicht so spektakulär wie Lepra, Malaria oder HIV-Infektionen, so dass von offizieller Seite keine finanzielle Unterstützung zu erwarten ist, obwohl alle das Projekt begrüßen.

3_Auf_dem_Schulhof_thumbRegistrierung der Schulkinder1_Wundbehandlung_in_einem_KZustand nach Gürtelrose

 

 

 

 

Anhand einer epidemiologischen Studie an 5.700 Kindern stellte Professor Schmeller fest, dass 80 Prozent der Hautkrankheiten im Wesentlichen von vier Krankheitsbildern verursacht werden. Daraufhin hat er erst aus drei, später aus allen zwölf Gemeinden des Distriktes  jeweils einige Community-Healthworker auf diese vier Krankheiten geschult.

Ich habe mich bei der Arbeit mit ihnen davon überzeugen können, dass sie die Krankheiten  wirklich zuverlässig erkennen und was auch sehr wichtig ist, dass sie sie mit vor Ort erhältlichen und bezahlbaren Mitteln behandeln können.
Auf diese Art werden circa 100.000 Kinder pro Jahr untersucht. 1994 litt jedes dritte Kind unter einer schweren Hautkrankheit, jetzt ist es nur noch jedes fünfte Kind mit einer erheblich milderen Verlaufsform.
Die Durchführung dieses segensreichen Projektes ist leider ohne finanzielle Unterstützung von außen nicht möglich.
Die Community-Healthworker bekommen für ihre Arbeit eine kleine Entschädigung und für die meisten ist diese auch das einzige Einkommen für die ganze Familie.
Kinder bekommen Medikamente kostenlos, Erwachsene müssen einen kleinen Betrag entrichten.
Durch die Bevölkerungsexplosion in Kenia und durch die Einführung der Schulpflicht 2004 sind sehr viel mehr Kinder zu untersuchen und zu behandeln als früher, so dass das Geld für die Medikamente einfach nicht ausreicht.
Dazu kommt, dass die gesamte Basisfinanzierung aus Deutschland weggebrochen ist.
Das Spendenaufkommen ist, wahrscheinlich durch die Wirtschaftskrise bedingt, sehr gering.
Der größte Beitrag kam bisher von Professor Schmeller, der immer einen gewissen Prozentsatzes des Einkommens der Klinik, die er leitet, in das Projekt fließen ließ.
Diese Klinik ist von dem Betreiber an eine Krankenhauskette verkauft worden, die  diesen Beitrag sofort gestrichen hat.
Verwaltung und Buchhaltung etc. werden von dem Pharmaunternehmen Sanofi Aventis übernommen, so dass dafür kein Cent ausgegeben werden muss. Deshalb war es nie ein Problem, das Spendenzertifikat zu erhalten. Es ist aber seit Jahren nicht mehr beantragt worden, weil es so extrem teuer geworden ist, dass es in keinem Verhältnis zum Gesamtetat des Projektes steht. Deshalb wurde beschlossen, das Geld lieber in das Projekt zu investieren.

Liebe Patienten, falls es Ihnen möglich ist, etwas zu spenden für dieses so hilfreiche Projekt, würden Sie vielen Kindern helfen und circa 50 Familien ein minimales Einkommen sichern. Jede Summe ist willkommen und hilft!

Die Spendenadresse ist

„Ärzte helfen hautkranken Kindern in Afrika“ e.V.
Konto: 866 555
BLZ:   500 502 01
Frankfurter Sparkasse


Geben Sie bitte Ihre Adresse an, eine Spendenbescheinigung wird Ihnen bei Beträgen ab 50,- Euro zugeschickt.

schon abheilender BrustabzessExtreme Narbenbildung (Spontankeloid)StrassenbildStrassenlaedenStrassenrand im Ladenviertel

Die Dermatology Community Health Workers Margaret, John und Betty.Der Vorstand mit mir4_Vor_der_Zentrale_in_AheroEli-Gordon-Wilfried_thumbDie KoordinatorenWorkshop für die KoordinatorenGruppenbild der Helfer vor Ortafrikanisches-Laufgitterafrikanisches-Laufgitter-2_

 

Updates

06.10.2009 Gute Nachrichten

Spende www.hkp-office-solution.deDie Firma www.hkp-office-solution.de überreichte heute einen Scheck über 2000,- € für die Kinder von Kisumo („Ärzte helfen hautkranken Kindern in Afrika“ e.V.). Die Spende ist ein Teil des sozialen und ökologischen Engagements von www.hkp-office-solution.de.

Wir freuen uns außerordentlich über die großzügige Spende und bedanken uns im Namen der Kinder von Kisumu.